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Kennst du diese Situation?

Du bist in einer Vortragsvorbereitung oder willst etwas präsentieren. Plötzlich schlagen Zweifel und Verunsicherung zu. Du möchtest souverän auftreten und willst auf keinen Fall, dass man deine Unsicherheit bemerkt. Unbedingt willst du einen guten Eindruck machen. Das setzt dich so unter Druck, dass du innerlich verkrampfst und jede Lockerheit verlierst. Du hast Angst, Schwäche zu zeigen und dadurch angreifbar zu sein.

So geht es vielen meiner Kund*innen und ich möchte dir heute aufzeigen, wie du mit diesen Themen am besten umgehen kannst und was dich dabei unterstützen kann.

Der Zusammenhang zwischen öffentlichem Auftritt und dich emotional zu exponieren

Es ist sinnvoll, dass wir uns zuerst die Zusammenhänge von öffentlichem Auftritt und sich emotional exponieren, Unsicherheit und Verletzlichkeit ansehen. 

Ein öffentlicher Auftritt ist immer ein Risiko. Du weißt nie, wie dein Publikum reagieren wird, daher ist jeder Auftritt mit Unsicherheit verbunden. Hinzu kommt, dass du dich emotional zeigst und dich dadurch verletzlich fühlst.

Die wissenschaftliche Professorin und Autorin Brené Brown hat sich der Erforschung von Verletzlichkeit gewidmet. Sie beschreibt, dass sich Verletzlichkeit für die meisten Menschen so anfühlt, als wären sie nackt. 

Verletzlichkeit ist, als stünde man nackt auf der Bühne und hoffe auf Applaus statt auf Gelächter. (so lassen nur Schrift größer)

Kein Wunder, dass du in Vorbereitung auf eine solche Situation verkrampfst, unsicher bist und alles dafür tun willst, nicht nackt auf der Bühne zu stehen.
Es gehört also eine Risikobereitschaft dazu, dich öffentlich zu zeigen. 

Souverän und sicher auftreten – die Geschichte meiner Kundin Jennifer

In diesem Dilemma stecken die meisten meiner Kund*innen, wenn sie für eine Vortragsvorbereitung zu mir kommen. 

So auch Jennifer. Heute möchte ich dir ihre Geschichte erzählen. Sie zeigt, wie es ihr gelungen ist, sich von Ängsten und Druck zu befreien und sich stattdessen in ihrer ganzen Power und Leidenschaft zu zeigen.

Jennifer hat einen tollen Job: Für ihr Unternehmen organisiert sie Innovationsprogramme, koordiniert Thinktanks für kreative Tüftler und engagiert sich für Vielfalt und Diversity. Ihre positive Energie ist sofort ansteckend, wenn sie den Raum betritt. Sie sprüht vor Begeisterung und liebt es, andere zu ermutigen und mitzunehmen. 

Und es ist kaum zu glauben, aber: Diese sympathische, starke Frau verwandelt sich in einen kleinen, zitternden Hasen, sobald sie die Bühne betritt und etwas präsentieren soll. Sie bekommt schwitzige Hände, verkrampft und hat rote Flecken im Gesicht. 

Ich fragte sie am Anfang unseres Coachings, was sie erreichen möchte und ihre Antwort war:

Ich möchte nicht, dass jemand meine Unsicherheit sieht. Ich will souverän und sicher rüberkommen. Ich möchte nicht, dass jemand meine Gefühle sieht, sondern meine Gefühle kontrollieren”.

Dich emotional zu zeigen ist KEINE Schwäche

Die meisten Menschen verbinden Emotionalität mit Unsicherheit und das macht sie verletzlich und zu einer Schwäche. 

Jedoch stimmt das so nicht. 

Schwäche wird definiert als die Unfähigkeit, Angriffe oder Verwundungen abzuwehren und damit als die Vermeidung von Verletzlichkeit. 

Wenn du auf die Bühne gehst und dich emotional zeigst, dann mag sich das für dich schrecklich anfühlen. Vielleicht löst es in dir das Gefühl von Nacktheit aus. 

Aber es ist keine Schwäche, sondern genau das Gegenteil! 

Denn ohne Risikobereitschaft und Mut würdest du gar nicht auf die Idee kommen, auf die Bühne zu gehen. Obwohl du unsicher bist, traust du dich, zeigst Emotion und bist offen für Angriffe und Verwundungen. Insofern ist Verletzlichkeit das Gegenteil von Schwäche. 

Die 3 Magic Tools für Bühnenpräsenz

Wenn es um Bühnenpräsenz geht, dann zeige ich all meinen KlientInnen die drei Magic Tools, um immer in einer sicheren körperlichen Präsenz zu sein: 

Achse – Raum – Kontakt. 

Diese 3 Werkzeuge reichen aus, um auf JEDER Bühne sicher zu sein.

Diese Magic Tools habe ich natürlich auch mit Jennifer erarbeitet. Das hat ihr die Grundlage für eine körperliche Sicherheit und Präsenz gegeben. 

Zunächst hatte ich sie eine Geschichte aus ihrem letzten Urlaub erzählen lassen. Sofort hat sie locker losgeplaudert, hatte ein Lächeln im Gesicht, war frei. Ihr Gestus unterstützte ihre Emotionen auf ganz organische Art und Weise. Sie war mit dem ganzen Körper anwesend und hat sich leicht bewegt. Sie war in einem ganz natürlichen Flow, hat sich keinen Kopf gemacht. Denn sie kannte ihre Geschichte und hatte nur ein Ziel: dass ich ihre Begeisterung und Freude mitempfinden kann.

Diesen Vorgang haben wir schließlich auf ihren Business-Vortrag übertragen.

Der Unterschied war einfach überwältigend. 

Heute strahlt sie, ist locker und ihre sympathische Begeisterung ist dermaßen berührend und ansteckend, dass sie allen, die ihr zuhören, ein fettes Grinsen ins Gesicht zaubert. 

Widersprüche in Bezug auf Verletzlichkeit

Ich möchte dir an dieser Stelle noch ein paar interessante Widersprüche in Bezug auf Verletzlichkeit aufzeigen:

Wir lieben es, wenn sich andere Menschen emotional und verletzlich zeigen. Aber wir hassen es, damit selbst in Kontakt zu kommen. Wir finden andere mutig, wenn sie sich etwas trauen und sich dadurch angreifbar machen. Bei uns selbst hingegen hadern wir und denken, es reicht nicht aus, was wir zu bieten haben. Die Verletzlichkeit von anderen finden wir sympathisch, unsere eigene ist uns ein Grauen.

Jennifer hat diese Widersprüche für sich auflösen können. Sie hat erkannt, dass ihre Bereitschaft, sich verletzlich zu zeigen, sie erst in die Lage versetzt, andere zu begeistern. Anstatt Angst vor ihren Gefühlen zu haben, gestattet sie sich, dem Flow ihrer Gefühle zu folgen. Sie nutzt ihn, um ihr Publikum zu berühren und zu begeistern. Auch wenn sie immer noch rote Flecken im Gesicht hatte, war sie sehr zufrieden. Sie war bereit, das in Kauf zu nehmen. Und sie hat sich vorgenommen, das bei der nächsten Präsentation gleich auszuprobieren. 

Ich war gespannt, ob sie das wirklich machen würde. 

Ein paar Tage später bekam ich diese wundervolle Nachricht von ihr:



Liebe Monika, 

du hast mir so viel geschenkt, du ahnst es nicht und ich kann es kaum in Worte fassen. Ich hatte gestern eine Präsentation und keine roten Flecken! Ich habe – neben all der Professionalität und Kompetenz – mein Herz geöffnet! Und das Feedback war: „Sie waren erfrischend anders mit viel Energie, man spürt, dass sie lieben, was sie tun“. Bin mal gespannt, was noch passiert. 🌸

 

Ihre Nachricht hat mich sehr glücklich gemacht. Denn genau dafür brenne ich. Das ist meine Mission: Menschen stark zu machen und sich als ganzer Mensch mit der ganzen emotionalen Kraft zu zeigen. 

Öffne dein Herz und gestatte dir, frei zu fliegen

Mein diesbezügliches Learning, das ich hier mit dir teile: 

Dein Herz zu öffnen heißt, die Liebe darin zu befreien und ihr zu gestatten, frei zu fliegen. 

Diese Befreiung ist ansteckend, inspiriert und begeistert. Und sie ermutigt auch andere, ihr Herz zu öffnen, sich verletzlich zu machen und etwas Großartiges zu versuchen. 

Ich freue mich über deine Erfahrungen und Kommentare. Schreib mir dazu am besten eine Mail an podcast@monikaschubert.de. Ich antworte gerne.  

Übrigens: 

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Weiterführende Links: 

Brené Brown, Vulnarability – TED Talk

 

 

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